Anatomie eines perfekten Facebook Postings
Im Alltag des Facebook Content Marketing stellt sich immer wieder die Frage, wie denn ein Beitrag aussehen sollte.
Das perfekte Facebook Posting – Gibt es das überhaupt?
Die Antwort ist ein ganz klares Jein!
Nein, weil es viel zu viele Faktoren gibt, die ein Posting beeinflussen. Ist zum Beispiel ein Post mit einer höheren Reichweite immer automatisch besser? Es gibt hier keine allgemein gültige Regel.
Ja, weil ein Posting den eigenen internen Richtlinien entsprechen kann und wenn es das tut, dann ist es perfekt für die eigene Strategie und Ausdruck der SCI (Social Corporate Identity)
Oben sehen Sie ein Posting von ZDFNeo zur Promotion der Sendung Bambule mit Sarah Kuttner.
Warum ist das für mich DER perfekte Facebook Beitrag?
1. Foto
Das ist kein großes Geheimnis. Foto Content funktioniert besser als jede andere Form von Inhalten. Wenn man es schafft, mit einem Foto gleich mehrere Inhalte zu vermitteln (z.b. Collage), dann hat man das Medium Foto optimal für sich genutzt.
2. Geschichte erzählen
Dieses Foto erzählt eine Geschichte. Der Tagesablauf der Moderatorin Sarah Kuttner. Auf engsten Raum dargestellt.
3. Humor
Sarah hat ein “kleines” Laster. Sie macht den ganzen Tag eigentlich nichts anderes als Kaffee trinken.
4. Kontext
Das Foto steht nicht im kontextfreien Raum, sondern bezieht sich auf die kommende Bambule Sendung. Dort geht es um Drogen bzw. Sucht. Dies wird hier auf charmante Art und Weise kommuniziert.
5. Einblick in den Alltag
Auch wenn die Geschichte evtl. konstruiert bzw. überhöht dargestellt wird, hat der Facebook User den Eindruck, einen Blick in den Alltag von Sarah Kuttner zu bekommen. Das ist schlau, denn es verleiht den subjektiven Eindruck der Vertrautheit. Es wirkt persönlich.
6. Identifikation
Es ist für den Betrachter des Fotos leicht, sich mit der Person darauf zu identifizieren. Ein psychologisch riesiger Vorteil, wenn man seine Botschaft unter die Menschen bringen will.
7. Guter Begleittext
Der Begleittext kommuniziert klar, um was es geht: Die kommende Sendung geht um Drogen.
Man bekommt als User sofort einen Mehrwert geboten: “Schauen Sie schon jetzt die Sendung online unter….”
Wichtige Personen – u.a. die offizielle Facebook Seite von Sarah Kuttner sind verlinkt. Dies ist insbesondere dadurch extrem wichtig, da Facebook durch die neue Seiten-Empfehlungen im Newsstream, seine User auf neue (ähnliche) Seiten aufmerksam macht.
Ich bin z.b. Fan der Sarah Kuttner Seite, war aber bis dato kein Fan von ZDFNeo. Da in dem Post allerdings die Sarah Kuttner Seite verlinkt war, zeigte mir Facebook in meinem Newsstream “ZDFNeo hat über Sarah Kuttner gepostet”. Nur so habe ich diesen Beitrag überhaupt sehen können.
Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die diesen Beitrag für mich (und meine/unsere internen Richtlinien) zu einem perfekten Post machen – z.b. ist das Bambule-Sendungslogo unaufdringlich und trotzdem prominent in das Foto integriert und auch die einzelnen Fotos vermitteln wiederum eine kleine Geschichte innerhalb der Geschichte. Das Setting der einzelnen Bildern und die Körpersprache sind total authentisch und stimmig usw usw.
Ich möchte aber kein größeres Ding daraus machen, als es ist. Ja – es ist “nur” ein Facebook Post. Ja – es gibt sicher auch andere gute Beispiele.
Ich habe aber in den letzten Monaten sicher kein anderes Beispiel gesehen, wo so gut wie alle Bestandteile für ein gutes Facebook Post so harmonisch ineinander gegriffen haben.
Es ist damit für mich DAS “Best Practice Beispiel” wie man es richtig macht.
Social Media für Coaches und Trainer: 10 Gründe warum Sie XING brauchen!
Wenn man so wie wir viel mit einer Berufsgruppe arbeitet, hört man immer wieder die selben Vorurteile und Meinungen.
Eine davon ist: “Wenn man als Coach oder Trainer erfolgreich sein will, dann muss man auf Xing sein”
Wann Sie XING brauchen
Sie brauchen nur dann Xing, wenn:
- Ihre Zielgruppe andere Coaches und Trainer sind
- Ihre Zielgruppe absolut keine Ahnung von Social Media und Kommunikation haben soll
- Sie selbst keine Ahnung von Social Media und Kommunikation haben
- Sie zuviel Zeit haben
- Sie so steif und verkrampft sind, dass Sie sich selbst morgens im Spiegel mit “Grüß Gott! Wie geht es Ihnen heute?” begrüßen
- Sie in Anzug und Krawatte schlafen, um am nächsten Morgen einen “guten, ersten Eindruck” zu vermitteln
- Es Ihnen an Ideen und Kreativität mangelt und Sie sich gern mit ihresgleichen umgeben.
- Sie zum Lachen in den Keller gehen
- Sie den Begriff “Lachen” jetzt mal googeln müssen
- Sie es lieben, stundenlange, sinnlose Diskussionen mit Besserwissern zu führen.
BONUSGRUND:
11. Ihr Lieblingsbegriff ist “Win-Win-Situation” und Sie scheuen sich nicht, diesen Begriff in jedem zweiten Satz zu benutzen.
Sollte einer dieser Gründe auf Sie zutreffen, dann brauchen Sie unbedingt XING!
Zur weiterführenden Literatur empfehle ich Ihnen diesen Artikel: http://www.quivendo.de/trainer-kommunikation-facebook-ein-add-on
Für alle anderen…
Sollten Sie sich in der obigen Liste nicht wiederfinden, so kommen hier kurz und prägnant unsere Empfehlungen:
- Seien Sie authentisch, individuell und menschlich
- Sorgen Sie für Inhalte mit Mehrwert
- Zu Ihrer Basis-Ausstattung gehören eine Top-Webseite mit einem aktuellen Blog
- Machen Sie sich mit dem Begriff “Edutainment” vertraut
- Nutzen Sie Facebook privat und geschäftlich
- Lernen Sie durch Facebook mit echten Menschen (und nicht nur mit Rollen) zu kommunizieren
- Machen Sie sich Freunde und Fans und keine “Kontakte” (Tipp: Kontakte sind nur leere Buchstaben in einem Adressbuch)
- Denken, sprechen und handeln Sie in Bildern und Geschichten!
- Erlauben Sie sich jung und modern zu sein. Sie dürfen das – auch mit über 60. Man nennt das “geistige Flexibilität”.
- Polarisieren Sie! Nichts ist langweiliger und seltener gebucht als ein Coach/Trainer, dem man sowieso “recht gibt”
BONUSTIPP:
11. Haben Sie Spaß und arbeiten Sie mit Humor!
Byron Katies “The Work” for Business – Unternehmen und ihre Geschichten
Source: chopra.com via Dieter on Pinterest
Wir sind eine ungewöhnliche Agentur. Genau genommen sind wir ein trojanisches Pferd.
Auf unseren Fahnen stehen Begriffe wie PR, Branding, Storytelling oder Social Media Marketing. Wir kümmern uns um Online- und Offline Marketing für unsere Kunden – von neue Webseiten bis hin zu Inhouse-Schulungen. Schlussendlich geht es um Geschichten von Produkten und Unternehmen, die in die Öffentlichkeit kommuniziert werden.
Was wir aber nicht sagen, ist noch viel interessanter. Es ist die Arbeit, die vor all dem passiert. Die Arbeit, die klare Kommunikation von authentischen Geschichten überhaupt möglich macht. Es ist die Arbeit mit und an den Menschen im Unternehmen.
Der Ort an dem Geschichten entstehen
Egal ob wir mit Einzelunternehmern oder mit KMU arbeiten, es stehen immer die Menschen im Vordergrund. Diese Menschen haben bereits ihre ganz individuelle Geschichte. Oft sind es aber diese Geschichten, die noch nie hinterfragt wurden. Manchmal sind diese auch hinderlich. Im schlimmsten Fall sogar sehr schmerzhaft.
Der Ort an dem Geschichten entstehen befindet sich genau zwischen den Ohren der Menschen. In einem Unternehmen sind es oft sehr viele Ohren und es gibt viele Geschichten, an denen gearbeitet werden darf.
The Work und Byron Katie
Seit 1997 arbeite ich mit einer spezifischen Methode um Gedanken und Geschichten anzusehen und zu erforschen. Viele Jahre habe ich damit auch mit Jugendlichen und Familien gearbeitet und diese Methode fließt nun auch immer mehr in unsere Arbeit mit Kunden unserer Agentur ein.
Die Methode nennt sich “The Work” und die Begründerin der Methode ist Byron Katie.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Büchern, Audios und Videos mit deren Hilfe man The Work lernen kann. Es hat aber einen Grund, warum die Methode den Namen “The Work” bekommen hat. Es ist keine Theorie, sondern ein ständiger Prozess der Arbeit an seinen eigenen Glaubenssätzen und Geschichten, den man selbst erfahren und erleben muss. 100% Arbeit. 100% Erfahrung.
Die Belohnung für diese Arbeit ist allerdings riesig: absolute Klarheit und Freiheit.
Hier erklärt Katie The Work in eigenen Worten:
Eine Erkenntnis aus meiner jahrelangen Erfahrung mit The Work ist, dass diese Geschichten an sich nichts schlechtes sind. Unser ganzes Leben besteht daraus. Im Business Bereich setzen wir sie gezielt ein, um Unternehmen und Produkte zu vermarkten.
Das Problem ist nur, wenn wir diese Geschichten für die Wahrheit halten!
Warum ist das so? Ich denke, dass ist für jedermann einfach nachvollziehbar. In dem Moment, wo das Leben (=Realität) uns etwas anderes zeigt, als wir uns in unserer Geschichte erzählen, dann ist die direkte Erfahrung dieser Kluft zwischen Geschichte und Realität, was wir als “Schmerz” oder “Leid” empfinden.
Es scheint mir eine generelle Herausforderung für Menschen zu sein, den Unterschied zwischen Geschichte und Realität zu erkennen. Viele erleben dies zu Beginn als gegen ihre (bzw. die) menschliche Natur.
Dieser Widerstand gegen die Realität hat einen Namen. Er nennt sich Ego.
Das Leben hat sich in seiner Güte aber einen tollen Mechanismus einfallen lassen, an dem man das Ego immer zuverlässig erkennen kann. Dieser Mechanismus ist Schmerz und Leid. Manche sagen dazu auch “Unzufriedenheit”, “Unglück”, “Traurigkeit”, “Depression” oder tausend andere Namen.
Der Grund warum das allerdings nicht so einfach erkannt wird ist, dass unser Ego die Schuld für diese Gefühle nicht in sich, sondern in anderen sucht.
Deshalb setzt die Work auch genau dort an. Wir untersuchen unsere Gedanken über die “anderen” und führen uns mit dieser Methode zur Freiheit und Klarheit.
Byron Katies The Work for Business
Genauso wie The Work seine Berechtigung im privaten Umfeld hat, so ist es auch ein hervorragendes Werkzeug im Business Bereich. Nicht nur, weil auch jedes Unternehmen aus Menschen besteht, sonder auch, weil es kollektive Glaubenssätze gibt, die diese mit sich herumschleppen und die für ein Geschäft hinderlich sein können.
Wenn es also darum geht, effektiver und zufriedener sein Unternehmen zu führen oder mit Mitarbeiter besser umzugehen, sein Geschäft nach innen und nach außen authentisch darzustellen uvm, dann ist The Work die Methode Nummer 1.
Fragen und Aussagen, die dabei im Mittelpunkt stehen könnten und die man sich ansehen könnte sind:
- Was denke ich über mein Produkt und mein Unternehmen?
- Was denke ich über meine Mitarbeiter und Kollegen?
- Was denke ich über meine Mitbewerber und den Markt an sich?
- Was denke ich über meine Kunden?
- Wir arbeiten schon immer so, weil….
- Mein Unternehmen sollte auf alle Fälle als XY wahrgenommen werden, weil sonst…
- Wenn die Situation XY besser/anders wäre, dann….
Mit The Work bringt man dann ganz gezielt alle Glaubenssätze rund um sein Geschäft zum Vorschein und hat dann (oft das erste Mal) die Möglichkeit, diese genau anzusehen und zu hinterfragen.
Warum ich das alles erzähle?
Als Agentur arbeiten wir ganzheitlich und unsere Kunden kommen ganz natürlich in den Genuss von Mehrwert durch The Work.
Wir haben aber gesehen, dass es die Zeit und der Fokus auf organisatorische Abläufe es oft nicht zulassen, sich näher und im nötigen Ausmaß mit den essentiell wichtigen Glaubensmustern auseinanderzusetzen.
Deshalb haben wir uns entschieden, “The Work” in Zukunft als eigenes Modul anzubieten.
“The Work for Business” hat als Zielgruppe alle Menschen, die in ihrem Geschäftsumfeld das Ziel haben, klarer zu kommunizieren und freier zu werden. Man könnte das auch als Erfolg definieren.
Unsere Erfahrung zeigt aber auch, dass es sehr viel Mut braucht. Dieser Mut, die Realität so zu sehen wie sie ist, ist definitiv nicht jedermanns Sache.
Wir werden dieses Modul als Gruppen- und Einzel- Work-shops anbieten und in vielen weiteren Varianten.
Wer jetzt schon Fragen dazu hat, kann jederzeit gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Mehr Details zu “The Work for Business” folgen bald!
Was ist guter Content? Über die Zukunft des Content Marketing
Dass guter Content die Basis für jegliche Marketing und PR Aktivitäten darstellt, bezweifelt wohl niemand. Die Geister scheiden sich nur bei der Beurteilung, was denn nun guter Content ist und was nicht. Wir haben schon in vielen Artikeln mit Tipps und Tricks um uns geworfen, z.b. über Content Ideen für Blogs oder auch über die Wichtigkeit des Kontext beim Content Marketing.
Heute möchten ich einen kurzen Blick in die mögliche Zukunft werfen und unsere Sichtweise von guten Content darstellen.
Guter Content misst sich an der Anzahl der Interaktion – aber nicht nur…
Einer der großen Vorteile von Social Media ist das direkte Feedback der User. Man bekommt in keinem anderen (Massen-)Medium so schnell und direkt darüber Auskunft, ob die eigenen Inhalte als wertvoll wahrgenommen werden oder nicht.
Am Beispiel von Facebook bedeutet das: Je mehr ein Post geteilt, kommentiert und geliked wird, desto (subjektiv) relevanter ist er.
Je mehr interagiert wird, desto höher sind die Chancen, neues Publikum außerhalb seiner bestehenden Fans zu erreichen. Entgegen der Behauptung mancher Kollegen, war es schon immer so, dass Kommentare auch für den internen Facebook Algorithmus (Artikel über den Edgerank gibt es HIER) wichtiger sind, als Likes. Das ist wohl eine der wenigen Dinge, die sich nicht ändern werden. So bewertet auch Facebook die Relevanz eines Inhaltes.
Eines dürfen wir allerdings nie vergessen: 90% einer Community werden nie auf Inhalte reagieren. Sie werden weder kommentieren noch teilen oder liken. Das ist ein statistisches Fakt. Trotzdem wird eine Vielzahl der passiven User den Content wahrnehmen und intern abspeichern bzw. mit einer Marke assoziieren.
90% fallen also sowieso aus der Statistik raus und können daher für eine korrekte Messung der Relevanz gar nicht herangezogen werden.
Über “Kindergarten-Content” und andere Missverständnisse
Der Begriff “Kindergartencontent” stammt nicht von mir. Er stammt in diesem Zusammenhang von einem Kollegen der Agentur achtung!, in dem er zu einer radikalen Facebook Strategieänderung aufruft (zu lesen gibt es den komplexen Artikel HIER). Dieser Begriff soll einfach Inhalte mit niedrigen Niveau bezeichnen.
Dazu ein Kommentar von mir zu diesem Thema, den ich auf Facebook geschrieben habe:
Ich würde mich nicht trauen, die Qualität eines Posts ohne den Kontext zu beurteilen. Das was für eine Seite ein scheinbar niedriges Niveau sein kann, kann für eine andere Seite guter Content sein, der viele Kommentare/Interaktionen erzeugt. Ich denke, manch ein Unternehmen würde schockiert darüber sein, welche Reichweite div. Spaßseiten mit “Kindergartencontent” erzeugen. Außerdem gibt es auch noch RTL und die Bild. Niveau kostet Reichweite.
Niveau ist keine Creme und auch keine Content Kategorie. Kontext schon.
Die angeblichen (neuen) Änderungen auf Facebook sollen also Beiträge mit Niveau begünstigen? Mitnichten.
Zuerst mal hat Facebook keine Ahnung, was Niveau überhaupt ist. Niveau ist eine moralische und subjektive Kategorie. Das lässt sich nicht messen.
Wenn User der Meinung sind, dass ein Inhalt zum Kontext einer Seite passt, dann werden sie interagieren. Dadurch wird auch der Inhalt vom Facebook Edgerank als “guter Content” eingestuft. Egal was auf dem Foto, Video etc. drauf ist. Der Inhalt verbreitet sich damit automatisch.
Sowas wie “Kindergartencontent” gibt es also gar nicht. Es gibt nur Inhalte, die zum Kontext einer Seite passen oder nicht.
Es gibt aber tatsächlich Änderungen im Facebook Edgerank – die sehen aber anders aus…
Ganz kurzer Ausflug, um niemanden zu langweilen: Facebook ändert ständig seinen Algorithmus. Seit einiger Zeit wird auch verstärkt negatives Feedback der User mit einberechnet. Was heißt das?
Wenn Sie etwas posten und gehäuft User Ihre Beiträge als Spam markieren, verstecken oder Ihre Seite entliken, dann wirkt sich das nun stärker als zuvor auf Ihren Edgerank aus. Sie werden durch dieses negative Feedback von Facebook also quasi “irrelevanter” für die User. Auf das zu achten, macht also durchaus Sinn. Das Ziel ist also relevanter zu sein und nicht niveauvoller.
Die Profis unter uns, mögen sich folgenden Artikel zu Gemüte führen: http://edgerankchecker.com/blog/2013/01/negative-feedback-analysis/
Für den Rest von uns folgt nun der Ausblick auf die kommenden Jahre, mit ein paar praktischen und umsetzbaren Ansätzen.
Der Blick in die Content Glaskugel
Meine Vorhersage zum Thema Content Marketing der Zukunft ist ganz klar:
Unternehmen müssen sich über ihre eng gesteckten Content Grenzen hinausbewegen und sich mehr in den Entertainment bzw. Edutainment Sektor begeben.
Eigentlich ist es ganz simpel. Was wollen die User (Endkunden) in Sozialen Netzen?
Wenn Herr F. noch schnell in der Mittagspause im Büro sein Facebook checkt oder sich Frau B. am Ende des Tages in ihren Pinterest Account einlogged? Was wollen diese Menschen?
Sagen sie sich insgeheim: “Oh! Ich check noch schnell mein Facebook. Vielleicht wartet da ja eine ganz tolle Werbung auf mich, oder irgend eine Marke will mir ihr neuestes Produkt vorstellen! Das wird super!”
Ich denke nicht.
Die meisten Menschen wollen dann unterhalten und informiert werden. So einfach ist das.
Unternehmen werden lernen müssen, diese Inhalte zu bieten. Auch wenn es am Anfang etwas schwer fällt und Überwindung kostet. Witziger Weise wollen viele Unternehmen ihre selbst eng gesteckten Content Grenzen nicht verlassen, weil sie Angst haben, dadurch nicht relevant zu sein. Das Gegenteil ist der Fall.
Trauen Sie sich (scheinbar) irrelevant zu sein, um relevant zu werden!
Schauen wir uns mal an, was der König des internationalen Content Marketing jetzt schon macht. Auf http://www.coca-colacompany.com sehen wir das eigene Content Portal von Coca Cola.
Was sehen wir da für Inhalte? Werbung für Cola? Plumpe Berichte des Unternehmens über sich selbst? Nein.
Wir sehen eine bunte Mixtur an Themen, die auf den ersten Blick, überhaupt nicht direkt mit einem gefärbten Zuckergetränk in Zusammenhang zu stehen scheinen. Da gibt es Berichte über Jobsuche und Geschichte, Business und Innovationen, sowie Sport und Gesundheit uvm.
Entertainment und Edutainment eben. Warum? Weil es funktioniert! Auch schon 2013! Menschen lesen das gerne und irgendwie ist trotzdem immer die Marke mit dabei. Trojanisches Marketing eben, aber mit viel Mehrwert für die Nutzer.
Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Plattform komplett in der Hand des Unternehmens ist. Coke bestimmt die Inhalte, die aber leicht sozial teilbar sind. Das ist aus vielerlei Gründen sehr schlau. Gott sei Dank hat der Kollege Mirko Lange aktuell zum Thema “Owned Medium” bzw. “Owned Content” einen sehr guten Beitrag geschrieben, den ich nur sehr empfehlen kann: http://blog.talkabout.de/2013/01/16/einladung-zum-crowdsourcing-der-downside-einer-facebook-centric-strategie/
Was können Sie also JETZT schon tun, um für die Content Zukunft gewappnet zu sein?
Benutzen Sie alle für Sie relevanten Kanäle um Ihren Content zu verteilen, aber holen Sie unbedingt die User wieder zurück auf Ihre eigenen Plattformen!
Das kann zum Beispiel ein Corporate Blog sein, oder ein Social Media Newsroom.
Sie holen die Menschen mit Entertainment und Edutainment auf den Social Media Plattformen ab und kommunizieren dort auf Augenhöhe mit Ihren Fans. Parallel bieten Sie immer wieder Ihre eigene Content-Plattform an. So wird Ihre Marke in den Köpfen der Menschen bekannt und mit Mehrwert assoziiert.
Dazu müssen Sie nur bereit sein, über Ihre bisherigen engen (Content-) Grenzen hinaus zu denken und zu handeln.
Ist doch alles ganz einfach, oder? :)
Das PRand communication Mission Statement 2013
Mission Statements sind ein wichtiger Teil im Branding Prozess. Leider wird es oft als notwendiges Übel angesehen und das sollte es nicht sein. Denn im Grunde schreibt man ein Mission Statement primär für sich selbst und sein Unternehmen. Es geht um den Fokus auf ein höheres Ziel. Mission Statements sind auch nicht in Stein gemeißelt, außer man hat “Wir machen XY schon seit 30 Jahren und werden das auch in den kommenden 30 Jahren nicht ändern” als seine Top Priorität gewählt. In allen anderen Fällen sollte sich das höhere Ziel sowohl an die eigene Entwicklung als auch den Markt anpassen.
Dabei geht es gar nicht darum, einen langen, gekünstelten Satz zu (er-)finden, den man dann stolz der Öffentlichkeit präsentieren kann. Einfache und verständliche Worte tun es auch. Schließlich reden Sie mit sich und anderen auch nicht in Marketing-Schachtelsätzen.
Um die Sache mit dem Mission Statement etwas klarer zu machen, möchte ich es gleich anhand des aktuellen PRand communication Mission Statement 2013 demonstrieren.
PRand communication – Wir leben Social Business!
1.) Wir leben unsere Werte vor
Eigentlich ein ganz simples Prinzip, dass uns aber in der Praxis oft von anderen unterscheidet. Egal ob wir Kunden ohne oder mit jahrelanger “Agentur-Erfahrung” haben, auf eines legen alle großen Wert: Wissen und Umsetzung mit Leben zu füllen. Dinge sichtbar machen und diese erlebbar machen. Nicht durch endlose theoretische Vorträge lernt man, sondern durch Beobachtung und reale Umsetzung. Nur so bekommt man von Kunden ein großes Lob: “Vielen Dank für eure Arbeit! Endlich mal was erfrischendes und greifbares jenseits des üblichen Agentur-BlaBlas!”. Das motiviert uns und deswegen leben wir unsere Werte vor!
2.) Authentizität
Ein in letzter Zeit häufig benutzter Business-Begriff. Nur was bedeutet dieser für uns?
Authentizität bedeutet den eigenen (Marken-)Kern zu kennen und diesen offen und ehrlich zu kommunizieren.
Vorraussetzung für Authentizität ist daher, überhaupt den eigenen Kern mal zu kennen. Dies verlangt ein gehöriges Maß an Arbeit an sich und die Bereitschaft, ständig für neue Erkenntnisse offen zu sein. Was es dafür braucht, ist vor allem eines….
3.) Mut
Authentizität braucht den Mut sich zu zeigen. Mut bedeutet, verletzlich zu sein und angreifbar. Nur wer sich offen zeigt und nicht versteckt, wird auch Kritik ernten und daraus lernen können. Mut bedeutet auch, zu seinen Werten zu stehen und mal Nein zu sagen – auch gegenüber Kunden, zu oder während eines Projekts.
Mut ist also auch eine Art Luxus, den man sich gönnen sollte.
4.) Spiritualität und Ganzheitlichkeit
Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, allerdings im Geschäftsalltag leider nicht. Nach wie vor herrschen viele Vorurteile in der Business-Welt gegenüber spirituellen und ganzheitlichen Prinzipien und diese werden oft nicht für voll genommen. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, diese Werte ab 2013 mehr in den Vordergrund zu stellen und damit auch öffentlich zu machen. Professionalität und Spiritualität schließen sich nicht aus, sondern sind eine perfekte Ergänzung zueinander. Denn….
5.) Unser Kunden sind Partner auf einem gemeinsamen Weg
In einem klassischen Modell ist ein Kunde einfach jemand, der für eine Dienstleistung bezahlt und dann mit dem gelieferten Produkt/Dienstleistung im besten Falle zufrieden ist. Das genügt uns nicht und entspricht auch nicht unserer Erfahrung mit unseren Kunden. Unsere Arbeit ist immer tiefgreifender und beinhaltet auch einen persönlichen, transformativen Prozess. Es entstehen auch Partnerschaften und Verbindungen, die weit über die sichtbare, abgelieferte Arbeit hinaus gehen.
6.) Mehrwert bieten
Das nehmen wir wörtlich. Mehrwert bedeutet für uns, den Kunden mehr Wert zu bieten, als sie bezahlt haben.
7.) Qualität statt Massenabfertigung
Wir können schnell und effektiv Projekte umsetzen, aber wir nehmen uns dafür auch die Zeit, die es benötigt. Daher haben wir ein absolutes NEIN zu billiger Massenabfertigung.
Es gibt einen für uns grausigen Trend am Markt: “Marketingberatung” und “Brandingberatung” für Einzelunternehmer um 70€ inkl. Webseite, Konzept und 1 Stunde Gespräch im Paketpreis – Heute um nur 45€! Kaufen Sie jetzt!
Das ist erschütternd und hochgradig unprofessionell – das ist unsere Meinung! Niemandem kann und wird mit solchen Angeboten geholfen werden können. Besonders EPU können hier in die Irre geführt werden. Solche 08/15 Standardpakete und Massenabfertigungen lehnen wir ab und wollen das niemandem antun.
8.) Wir lieben was wir tun
Auch wenn es kitschig klingen mag: Was wir machen, ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Es ist unsere Herausforderung, bei jedem neuen Auftrag, ganz genau hinzusehen, ob unser Herz dabei ist und ob es im Einklang mit unseren anderen Werten ist. So gönnen wir uns einen weiteren Luxus: Das zu lieben, was wir tun.
Man könnte also unser Mission Statement so zusammenfassen:
Wir leben mutig und authentisch unsere Werte vor. Unsere Kunden sind schon oder werden durch unsere Zusammenarbeit partnerschaftliche Wegbegleiter, denn sie bekommen Qualität statt Massenabfertigung und wir bieten Mehrwert, indem wir lieben, was wir tun.
Für uns ist das keine Mission Impossible!
Kundenprojekte – Heute: LichtErLeben
Heute möchten wir ein weiteres Kundenprojekt aus dem KMU-Sektor vorstellen. Die Firma Elektro Breith aus Krems ist ein mittlerweile 60-jähriges Unternehmen in der dritten Generation. Das Jahr 2012 hat viele Neuerungen gebracht – unter anderem einen neuen Fokus im Geschäft und damit einhergehend ein neues Branding. Da kommen wir ins Spiel! Das Baby brauchte:
- Einen Namen
- Einen Claim
- Ein Logo
- Eine Webseite
- Social Media Auftritte
- eine integrierte Marken-Strategie
Eines war klar: Der Weg ging weg vom klassischen Elektrounternehmen, hin zu einer modernen Form des Lichtdesigns für Privathaushalte und Geschäftskunden.
Geburtsstunde einer Marke
Nach vielen Stunden des Brainstormings konnten wir uns auf den Namen “LichtErLeben” einigen. Der neue Name beinhaltet nicht nur direkt, um welche Produkte bzw. Dienstleistungen es hier geht, sondern auch den Prozeß und das damit einhergehende Lebensgefühl.
Der Claim “Licht. Sinnlich. Sinnvoll. Stillvoll. Erleben” spiegelt auch nochmal den Fokus auf die erlebbaren Emotionen, die mit gutem Lichtdesign assoziiert werden.
Das Logo Design war eine etwas größere Herausforderung, da es hier klare Vorgaben zu Farben und Stil gab, die wir einhalten mussten. Dennoch hatten wir noch soviel Spielraum, um das zugrundeliegende Marken-Konzept umsetzen zu können. Licht in Form von 3 Spotlights in den gewählten Unternehmensfarben und danach das Anpassen des Schriftzuges in das Logo, war die nächste Aufgabe.
Hier auch nochmal ein großes Lob an unsere Grafikerin, die mit viel Geduld und Feingefühl diese Herausforderung meisterte!
Die kommenden Wochen haben wir dann mit dem Design und der Content-Struktur der neuen Webseite verbracht. WordPress ist quasi als bewährtes CMS Standard. Die Gestaltungsmöglichkeiten allerdings so unendlich vielfältig, dass es viel Zeit braucht, um die perfekten Struktur und Design Elemente zu finden und zu gestalten.
Das Thema SEO ist natürlich immer mit dabei. Die Seite wird nicht nur auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens und der potentiellen Kunden angepasst, sondern auch für Google.
Der ultimative Drahtseil-Akt: Content Produktion!
Die Erstellung von Inhalten für die eigene Webseite, Blog und Social Media ist die größte Herausforderung für jedes EPU und KMU. Das zeigt unsere reichhaltige Erfahrung an der Front.
Auch wenn man Kunden immer wieder auf die Notwendigkeit eines Content Plans hinweist und allerlei Tipps und Tricks für das optimale Zeitmanagement gibt, müssen erst mal Inhalt erstellt werden.
Nicht jedem Geschäftsführer liegt es, ein Blog zu schreiben und regelmäßig zu befüllen, auch wenn es aus unserer Sicht ein absolutes Muss für jegliche weitere Marketing Aktivitäten ist!
Ja, wir sind eine Agentur und wir können auch schreiben! Für Kunden, Presse und Google. Das ist unser Job.
Dennoch ist es erforderlich, dass unsere Kunden auch ihren Input leisten und mit der Zeit lernen, gewisse Dinge selbst umsetzen zu können, um nicht bis in alle Ewigkeit von uns abhängig zu sein.
Auch die lokale Presse will mit Inhalten zum neuen Branding gefüttert werden. Wer die Lokalpresse kennt, weiß auch, dass hier nicht die allerbesten Leute ihrer Zunft sitzen und es oft besser ist, die Presseartikel selbst zu schreiben.
Weiters folgten die Gestaltung von Schildern, Rollups, Briefpapier, Autobeschriftung und Visitenkarten. Branding muss sich überall wiederfinden!
Social Media verstehen und nutzen lernen
Parallel zu all den Schritten oben, haben wir mit LichtErLeben begonnen, Social Media Präsenzen aufzubauen. Dazu braucht es neben dem beschriebenen Content, vor allem auch das Verständnis darüber, wie div. Plattformen funktionieren.
In der Praxis ist es oft so, dass KMU selten die nötigen Ressourcen haben, um mehr als 1-2 Netzwerke zu bespielen. Nach den notwenigen Inhouse-Workshops, standen wir dann telefonisch weiter für Nachfragen zur Verfügung.
Auch eine Facebook Seite will betreut und regelmäßig mit Inhalten befüllt werden. Das braucht Zeit, Geduld und die Bereitschaft sich kontinuierlich mit dem Thema auseinander zu setzen.
Das größte Lob: “Ihr seid viel zu billig!”
Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Das komplette Re-Branding war ein voller Erfolg! Bestehende Kunden gaben begeistertes Feedback und neue Kunden sind von Beginn an über die neue Webseite dazu gekommen.
Ein integrierter Branding- und Marketing Ansatz macht sich bezahlt und bringt über viele neu geöffnete Türen einen Kundenzustrom.
Wir sprechen ja immer wieder über “Mehrwert bieten“. Es bringt aber nichts, nur darüber zu sprechen. Man muss es auch leben.
Das größte Lob kam in dem Fall von Petra Breith, der Geschäftsführerin von LichtErLeben: “Jetzt wo dieser Auftrag abgeschlossen ist, kann ich es ja sagen: Ihr seid viel zu billig! Im Nachhinein wäre ich bereit gewesen, das Doppelte zu bezahlen!”
Das freut uns, denn das ist tatsächlicher Mehrwert, wenn der Kunde das Gefühl hat, dass er bei weitem mehr Wert erhalten hat, als er dafür bezahlt hat.
Wir wünschen LichtErLeben weiterhin viel Erfolg! Zu finden ist die neue Webseite hier: http://www.lichterleben.at
Wie Sie Pinterest optimal geschäftlich nutzen
Ja, wir arbeiten gern mit Pinterest. In der Unmenge an neuen Social Media Plattformen, hat es Pinterest 2012 geschafft herauszustechen und auch einen klaren Mehrwert für den Business Bereich zu bieten. Nicht nur die Userzahlen rund um den Globus können begeistern (25 Mio. Unique/Monat), sondern primär der konkrete Nutzen für Privat- und Business Nutzer.
Auch Pinterest bekennt sich klar zum Business-Nutzen und hat dafür Mitte November eigene Business Profile eingeführt.
Besonders Shop-Betreiber und auf Produkte fokusierte Unternehmen sind vom generierten Traffic und den direkten Verkaufszahlen sehr angetan. Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass jedes Unternehmen vom visuellen Netzwerk des Jahres sehr profitieren kann. Durch eine gezielte Präsenz wird ein Bewusstsein für die Markenidentität geschaffen und visuelle Inhalte sind eine Sprache, die global verstanden wird. Traffic und Sales sind eben nicht alles, wenn es um Branding geht.
Die besten Pinterest Business Tipps
- Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte sich unbedingt unsere Pinterest Linksammlung auf unserem Social Media Newsroom anschauen!
- Achten Sie auf ein aussagekräftiges Profilfoto bzw. wiedererkennbares Logo auf Ihrem Profil
- Nutzen Sie die 200 Zeichen in der “Über mich” Sektion Ihres Pinterest Profils – denken Sie an SEO Keywords und beschreiben Sie sich und Ihre Produkte/Dienstleistungen so gut wie möglich
- Beziehen Sie von Beginn an lokale Inhalte und Begriffe mit ein – besonders wenn Sie primär an lokalen Märkten interessiert sind
- Nutzen Sie die Verifizierung Ihres Pinterest Profils! Dies ist mit einem einfachen Code auf Ihrer Webseite möglich und bringt Vorteile im Traffic und im SEO
- Pinterest ist nicht nur ein Ablegeplatz für Ihre Bilder, sondern auch ein soziales Netzwerk! Verhalten Sie sich auch so und leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Community. Kommentare, Likes und Re-Pins gehören damit zu Ihren täglichen Handwerkszeug.
- Haben Sie keine Scheu, viele unterschiedliche Boards mit unterschiedlichen Fokus bzw. Themen zu erstellen. Natürlich brauchen diese Boards neben einen passenden Titel auch genügend Inhalte. Die wenigsten User werden allen Ihren Boards folgen, sondern eben nur den Themen, die sie interessieren
Die Anordung Ihrer Boards spielt auch eine große Rolle. Ihre beliebtesten Boards sollten in den oberen 2 Reihen präsentiert werden. Experimentieren Sie damit und verschieben Sie die Boards regelmäßig, je nach aktuellen Themen.- Ein breites Spektrum an unterschiedlichen Themen zieht auch User an, die sich ursprünglich nicht für Ihre Produkte interessieren würden. Pinnen Sie daher auch Themenbereiche, die nicht im direkten Zusammenhang (bzw. weiteren Kontext) mit Ihrer Marke stehen.
- Repinnen Sie regelmäßig Content von anderen Usern. Wie überall im Social Media Bereich, ist kontinuierliche Selbstpromotion ein No-Go!
- Variieren Sie auch die Art der Inhalte. Neben aussagekräftigen Bildern, können auch Videos und Präsentationen eingebunden werden.
Über Pinterest gibt es sicherlich noch viel zu sagen und wir passen die Strategie regelmäßig für unsere Kunden an. In unseren InHouse-Workshops liegt der Fokus immer auf der Integration in die Social Media und Branding Strategie des Unternehmens. Fertige Schablonen gibt es natürlich auch hier nicht.
Abschließend – wie soll es auch anders sein – hier noch eine Infografik, die die oben beschriebenen Punkte nochmal visualisiert und die man natürlich auch gerne pinnen darf!
Warum Mund-zu-Mund Propaganda auf Facebook funktioniert [Infografik]
1 Milliarde Menschen sind auf Facebook aktiv. Diese Menschen sprechen miteinander – auch über Ihre Produkte. Mit etwas Geschick und Know-How sprechen diese Menschen sogar mit Ihnen!
Hier ein paar Fakten, warum Mund-zu-Mund Propaganda auf Facebook funktioniert:
- 25% aller User loggen sich 5 x oder öfters pro Tag auf Facebook ein
- Facebook hat mehr Besucher pro Monat, als alle anderen Social Media Plattformen (Twitter, Google+, MySpace, Pinterest, Tumblr und LinkedIn) zusammen.
- Facebook ist die wichtigste Plattform, um an neue Kunden zu kommen. 77% aller Unternehmen im B2C Bereich haben alleine durch ihre Facebook Seite schon Kunden gewonnen
- Große Marken wie Starbucks schaffen es fast 80% ihrer Fans auf Facebook zu involvieren. Bei Twitter sind es nur 5%.
- Auch beim Referral Traffic zu der eigenen Webseite/Blog führt Facebook mit 26%. Twitter ist auch hier auf Platz 2 mit 3.6%
- Marken Botschafter auf Facebook beeinflussen die 3-fache Anzahl an eigenen Followern
- 61% aller User halten es für wahrscheinlicher ein Produkt zu kaufen, wenn es von ihren Freunden online empfohlen wird
Diese und weitere Zahlen, Daten, Fakten finden sich in der folgenden Infografik.
Da wir sonst meistens über das WIE sprechen, ist es vielleicht auch mal interessant, die Rahmenbedingungen zu kennen.
Quelle: Ambassador
Kundenprojekte – Heute: Change TV
Wir wollen in Zukunft hier einige Kundenprojekte kurz vorstellen, auf die wir besonders stolz sind. Heute beginnen wir mal mit Change TV.
Change TV ist eine Multimedia-Plattform zum Thema “Wandel” und wurde von Teresa Arrieta gegründet. Sie ist freie Journalistin, arbeitet mit Print, Audio und Video, ist Sendungsgestalterin im ORF Bildungsradiosender Ö1 und wurde bereits mehrfach mit JournalistInnenpreisen ausgezeichnet. Seit 15 Jahren ist sie als Journalistin und Kommunikationsexpertin auf Sozialpolitik, Menschenrechte und Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung sowie Frauenpower spezialisiert.
Wie bei den meisten unserer Kunden brauchte es auch hier zuerst ein Branding Gesamtkonzept bevor es dann an die Umsetzung mit Webseite, Logo, Social Media etc. gehen konnte. Content gab es in Form von Video Interviews ja genug und diese werden auch in Zukunft regelmäßig produziert.
Es gab einige wichtige Punkte bei der Umsetzung, auf die wir unser Augenmerk gelegt haben.
Zuerst mal mussten die scheinbar unterschiedlichen Themenbereiche “Gesellschaftswandel” und “Spiritualität” unter einen Hut gebracht werden.
Dies war für das gesamte Branding, aber insbesondere für eine klare Aufteilung auf der Webseite von großer Bedeutung. Hier entschieden wir uns dann für eine Grobgliederung in “Aussenwelt” und “Innenwelt”. Trotz der Vielfalt der Themen, folgten wir der Prämisse: “absolute Klarheit” – durch scheinbar simple Kommunikation in Form von Wortwahl und Farbkonzept. Als Claim wurde dann “Gespräche die verändern” gewählt, welcher für beide Hauptthemen und auch für die differenzierte Aufteilung in Unterthemen, den roten Faden darstellt.
Apropos Rot:
Bei der Farbwahl im Detail setzten wir bewusst auf warme Farben. Diese finden sich auch auf der Privatseite der Kundin wieder und sollten auf der Change TV Webseite dementsprechend für einen Wiederekennungswert sorgen.
Für die regelmäßig stattfindenden Live-Interviews haben wir uns für Google+ Hangouts als Plattform entschieden. Diese sind eine zuverlässige und kostenlose Möglichkeit, um Online Live Interviews abzuhalten und bieten eine optimale Integration mit YouTube für das anwachsende Video Archiv.
Auch die kürzliche Öffnung der Hangouts von maximal 10 Usern hin zu “Public Hangouts” kam uns da sehr entgegen. Dadurch gibt es auch keine Beschränkungen und Hindernisse beim Erreichen eines größeren Publikums in Zukunft.
Generell ist natürlich mit Facebook, Google+, Twitter und YouTube für den nötigen Social Media Mix gesorgt und als Agentur mit Social Media Schwerpunkt, liegt uns das natürlich sehr am Herzen. Neben der Online Branding-Strategie, darf natürlich nicht auf die Integration im Offline Bereich vergessen werden.
Hier wird in naher Zukunft vermehrt auf Kooperation mit bereits bekannten und etablierten Plattformen und Marken gesetzt.
Uns hat die Zusammenarbeit an Change TV über die letzten Monate viel Spaß gemacht und wir freuen uns, ein weiteres “Baby” hiermit in die Welt zu lassen und beim Erwachsenwerden zusehen zu dürfen!
Facebook Promoted Posts – Sponsored Posts – Was ist das?
Facebook Ads sind die primäre Einnahmequelle von Facebook und gleichzeitig ein wertvolles und funktionierendes Werkzeug für das Marketing von Unternehmen.
Nur Dank bezahlter Werbung kann Facebook bestehen. Diese Werbung unterstützt auch die Arbeit der Unternehmen und macht diese Plattform zu einer wertvollen Investition.
Wir schreiben hier ständig über die richtige Umgangsweise mit diesem Medium – wie man zu einem Social Business wird, wie man seine Marke aufbaut und wie man mit dem richtigen Know-How mit seinem Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Erfolg hat. Ein unterstützender Faktor sind die “Promoted/Sponsored Posts”.
Erfolg in Social Media kostet Zeit und Geld.
Das ist kein großes Geheimnis. Professionelle Arbeit braucht Investition. Eine Agentur wie PRand communication kostet genauso Geld, wie Werbung, Design etc.
Ebenso braucht es eine Menge Zeit. Woher der Gedanke kommt, Social Media wäre gratis, bleibt wohl immer ein Rätsel.
Die Art und Weise der Facebook-Anzeigen haben sich aber in den letzten Monaten stark geändert. Der Weg ging klar weg von der klassischen “Klicken Sie hier! Kaufen Sie jetzt!”-Werbung, hin zu gesponserten Beiträgen.
Beiträge/Postings vermitteln immer auch Inhalt und im besten Fall auch Mehrwert. Der Fokus liegt auf der Interaktion mit den Usern. Das ist ein Grundprinzip von Social Media im klaren Gegensatz zu herkömmlicher Werbung.
Warum sollte man nun für Beiträge bezahlen?
Facebook besteht nicht nur aus Ihrem Unternehmen und 1 Milliarde potentieller Kunden.
Wenn sich ein Facebook-User in seinen Account einloggt, dann sieht er zuerst seinen sog. “Newsstream”. Ein “Best-of” aller Beiträge von allen seinen Freunden und Fan- bzw. Unternehmensseiten.
Da logischerweise niemals alle Beiträge dort angezeigt werden können, hat Facebook den sog. “Edge-Rank” programmiert. Dieser ändert sich ständig und wurde von uns im Beitrag über “Was ist der Facebook Edgerank?” bereits ausführlich behandelt und beschrieben.
Eine Möglichkeit, um nun auf dem Newsstream seiner User prominenter angezeigt zu werden, sind die Promoted bzw. Sponsored Posts.
In diesem aktuellen Beispiel eines unserer Beiträge von der PRand communication Facebook Seite, sieht man ganz deutlich die viel höhere Reichweite von gesponserten Beiträgen.
Bezahlt wird allerdings NICHT für die organischen Views – d.h. User, die durch den herkömmlichen Edgerank sowieso das Posting sehen, müssen auch nicht bezahlt werden.
Vielmehr wird auch die Anzahl der natürlichen Views durch eine höhere Interaktionsrate steigen. Die organische und virale Sichtbarkeit von Postings steigt also automatisch und kostenlos mit.
Soweit so gut. Alles keine Hexerei und wie gesagt auch ein völlig normaler und legitimer Vorgang für Facebook Unternehmensseiten.
Warum gibt es aber jetzt neu auch die Möglichkeit, Beiträge von privaten Usern zu promoten?
Zuerst will Facebook natürlich damit Geld verdienen. Ja, das größte, kostenlose Netzwerk der Welt will mit seiner Tätigkeit Geld verdienen!
So wie Unternehmensseiten unterliegen natürlich auch private User dem Edgerank. D.h. es wird nicht jeder Beitrag, den man postet, auch im Newsstream all seiner Freunde angezeigt. Das wäre auch rein mathematisch gar nicht möglich.
Wenn man nun als privater User eine ganz besondere Mitteilung an seine Freunde hat, dann kann man für ca. 5€ seinen Beitrag sponsern bzw. hervorheben und erscheint damit mit einer größeren Wahrscheinlichkeit im Newsstream seiner Freunde. Der Beitrag erscheint dort auch HÖHER und LÄNGER als der individuelle Edgerank es eigentlich berechnen würde. Einen Beitrag hervorzuheben, bedeutet nicht, dass er in irgend einer anderen Form oder Farbe besser sichtbar ist. Einzig das kleine Wörtchen “gesponsert” ist unter dem Beitrag zu lesen.
Der Screenshot ganz oben zeigt dies an einem aktuellen Beispiel. Es wurden 7x mehr Freunde damit erreicht. 14% der Gesamt-Views waren organisch und 86% sind durch das Sponsern des Beitrages zu Stande gekommen.
Wer jetzt Angst hat, in Zukunft nur mehr Beiträge seiner reichen Freunde zu sehen, der irrt!
Die große Fragen: Was ist das Ziel? Was ist die Motivation?
Die Ziele bei bezahlten Beiträgen von Unternehmen und Privatusern sind total unterschiedlich. Ebenso sind es die Zielgruppen und die Botschaft.
Während Unternehmen versuchen, durch gesponserte Beiträge die Zielgruppe ihrer potentiellen Kunden besser zu erreichen, um mit ihnen zu interagieren und den Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zu fördern, liegt das Augenmerk von privaten Usern am “wahrgenommen werden”.
Private User haben beim Erstellen eines gesponserten Beitrags keine kommerziellen Interessen. Die Erwartung bzw. der ROI in diesem Fall ist “Aufmerksamkeit” und nicht “Umsatz”.
Der durchschnittliche Facebook Privatuser ist kein psychopathischer Egoman, sondern jemand der ein natürliches Bedürfnis hat, seine Erlebnisse und seinen Alltag mit seinen Mitmenschen zu teilen. Bis auf die Ausnahme von groben psychischen Krankheiten, ist daher die Motivation für Beiträge zu bezahlen sehr gering und auf wirklich besondere Ereignisse beschränkt. Die “Belohnung” ist einfach für ganz normale Postings viel zu gering. Die Erwartung an das Resultat ebenso.
Vielleicht ist die Privatperson aber auch Unternehmer und kommt auf die Idee, seinen Privataccount für geschäftliche Beiträge zu “missbrauchen”?
Aus eigener jahrelanger Erfahrung und den Ergebnissen vieler Umfragen zu diesem Thema kann ich aber nur davon abraten. Es funktioniert schlicht nicht, mit einem privaten Facebook Account auf klassischen Kundenfang zu gehen. Dazu steht die persönliche Beziehung viel zu sehr im Vordergrund, um sie mit “Werbung” zu belasten.
Werbung im privaten Umfeld bringt keine positive Interaktion
Das von mir oben angesprochene private Posting hatte ich gesponsert, um diese Theorie auszutesten. Der Inhalt war zum Teil geschäftlich. Die Interaktionsrate trotz der 7 x höheren View-Anzahl, war allerdings nicht höher, als bei einem vergleichbaren Beitrag ohne Sponsoring.
Im Vergleich dazu, brachte eine private, gesponserte Nachricht mit rein privaten Inhalt tatsächlich eine höhere Interaktionsrate.
Das ist natürlich keine representative Studie zu diesem Thema, bestätigt allerdings ganz klar meine Vermutung. Es ist auch wenig überraschend, denn welcher Freund bricht schon in Begeisterungsstürme aus, wenn man in einem privaten Gespräch plötzlich beginnt, für ein Produkt zu werben.
Das führt im realen Leben genauso zum Verlust von Freunden, wie auch auf Facebook.
Die Sorge um den Missbrauch der gesponserten Beiträge in einem privaten Kontext ist also unbegründet. Diejenigen, die diese Funktion exzessiv zu nutzen beginnen, werden sehr schnell sehen, dass es nicht die gewünschten Erfolge bringt und in den meisten Fällen dann auch zu einer Verringerung der gewünschten Aufmerksamkeit durch Freunde-Schwund führen wird.
Es wird also zu einer völlig natürlichen Selbstregulierung führen und Mark Zuckerberg Gott sei Dank, gibt es den Facebook Edgerank, der sich auf Dauer sowieso nicht besiegen lässt.














